Was sind Bereitstellungszinsen?

Man plant den Bau eines Hauses, überprüft seine finanziellen Möglichkeiten, vergleicht die Angebote von Banken zur Finanzierung der Immobilie, schließt ein Hypothekendarlehen ab und beginnt eines Tages mit dem Bau seines Hauses.

In den meisten Fällen läuft der Beginn einer Bau- und Finanzierungsphase für die eigenen vier Wände so ab. Wenn man das Darlehen mit der Bank abgeschlossen hat, dann wird auch zu einem zuvor fest definiertem Termin das Geld zur Verfügung gestellt und liegt abrufbar bereit. Doch zu Beginn der Bauphase muss man vielleicht das Grundstück bezahlen und die eine oder andere Abschlagsrate für Handwerker überweisen. Die großen Rechnungen trudeln jedoch erst zum Ende oder mit Abschluss der Bauzeit ein. Das kann mitunter ein Jahr später sein als der Zeitpunkt, zu dem das Geld von der Bank bereitgestellt wird.

Bauherren zahlen die Zinsen für ihr Darlehen erst dann, wenn sie das Geld tatsächlich abrufen. Bis zu diesem Zeitpunkt, stellt die Bank nur sicher, dass das Geld ab sofort abrufbar ist. Und für diese Sicherheit verlangt die Bank Zinsen – die sogenannten Bereitstellungszinsen.

Diese Bereitstellungszinsen sollte man als Bauherr bei seiner Kalkulation mit berücksichtigen und mit in den Vergleich von Hypothekendarlehen unterschiedlicher Anbieter einbeziehen. Denn durch zu zahlende Bereitstellungszinsen haben Bauherren mitunter für mehrere Monate eine Dreifachbelastung: Zum einen müssen sie ggf. die Miete für ihre Wohnung bezahlen. Zum anderen müssen sie die Kreditzinsen und Tilgungen für den Teil des Darlehens bezahlen, der bereits bei der Bank aufgerufen wurde. Obendrein kommen dann noch die Zinsen für das bereit gestellte Darlehen, das bislang noch nicht abgerufen wurde und demnach noch bei der Bank schlummert.

Bereitstellungszinsen auch bei Anschlussfinanzierungen

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Das aktuelle Niveau der Zinsen für Baugeld ist auf einem noch immer historisch sehr niedrigen Niveau. Wie lange das noch so sein wird, ist nicht klar. Daher ist es für Bauherren sinnvoll, jetzt schon über eine Anschlussfinanzierung nachzudenken, wenn es das Baudarlehen zulässt. Bei manchen Banken kann man zum Beispiel bei einem Darlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren schon drei Jahre vor Ablauf der Darlehenslaufzeit ein neues Darlehen zur Anschlussfinanzierung abschließen. Somit sichert man sich schon heute die niedrigen Zinsen für die Zeit nach Ablauf der zehn Jahre. Auch in diesem Fall sollte man jedoch die Bereitstellungszinsen berücksichtigen. Viele Banken erheben einen zusätzlichen Betrag, so dass die Zinsen der Anschlussfinanzierung höher ausfallen als es auf den ersten Blick scheint. In der aktuellen Phase niedriger Zinsen kann sich eine Anschlussfinanzierung zwar noch immer lohnen, die Zinsen zur Anschlussfinanzierung sollte man als Darlehensnehmer aber trotzdem auf dem Plan haben.

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